Tieradoption & Selbstzweifel: Studie von Mars zeigt, warum Tierheim-Adoptionen gescheut werden

Wie eine Studie von Mars zeigt, schrecken ausgerechnet Tierfreunde häufig vor einer Adoption aus Tierheimen zurück. Sorgen um Vorerkrankungen oder Bedenken zum Verhaltensmuster bremst die allgemeine Adoptionsbereitschaft.


Tierfreunde schrecken häufig vor einer Adoption aus Tierheimen zurück, wie eine Studie von Mars zeigt © Mars Incorporated

Viele Tierfreundinnen und Tierfreunde wünschen sich einen tierischen Begleiter an ihrer Seite, zögern jedoch oft, wenn es um eine Adoption aus dem Tierheim geht. Aus Sorge vor dem Unbekannten schrecken zahlreiche Interessierte im letzten Moment zurück. Dies zeigt eine aktuelle globale Untersuchung des Konzerns Mars, Incorporated, für die 26.000 Personen in 14 Ländern befragt wurden. Um den Menschen diese Unsicherheiten zu nehmen und den Weg zur Adoption schrittweise zu erleichtern, startet das Unternehmen nun die Online-Informationsplattform „Mars Adoption Hub“ und baut gleichzeitig seine langjährige Partnerschaft mit Tierschutz Austria im Tierschutzhaus Vösendorf weiter aus.

Die Sorge vor dem Unbekannten bremst Adoptionsbereitschaft

Laut den Ergebnissen der weltweiten Studie haben zwar 58 Prozent der aktuellen Tierhalterinnen und Tierhalter ihr Haustier nicht aus dem Tierschutz adoptiert, doch fast 30 Prozent können sich diesen Schritt für die Zukunft durchaus vorstellen. Die häufigsten Vorbehalte drehen sich dabei vor allem um ungeklärte Fragen:

  • Vorerkrankungen: 33 % sorgen sich um die gesundheitliche Vorgeschichte des Tieres.
  • Verhaltensmuster: 27 % haben Bedenken bezüglich möglicher Verhaltensauffälligkeiten.
  • Lebenssituation: 25 % fragen sich, ob das Tier optimal zum eigenen Haushalt passt.

Auch beim Thema Fütterung herrscht großer Beratungsbedarf. So stellen 71 Prozent der Befragten die Ernährung ihres Vierbeiners nach dem Einzug um. Fachleute raten hierbei zu Geduld: Um die Verdauung nicht zu belasten, sollte der Futterwechsel schrittweise über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen erfolgen.

Die 3-3-3-Regel für das Eingewöhnen im neuen Zuhause

Um den Übergang für Mensch und Tier möglichst stressfrei zu gestalten, empfehlen Experten klare Orientierungshilfen. Sabrina Scharner, stellvertretende Tierheimleiterin und Bereichsleiterin für Katzen und Hunde bei Tierschutz Austria, verweist in diesem Zusammenhang auf die sogenannte 3-3-3-Regel. In den ersten drei Tagen geht es vor allem darum, dem Tier Sicherheit und Ruhe zu vermitteln. In den ersten drei Wochen hilft das Etablieren fester Tagesabläufe erstes Vertrauen aufzubauen. Nach drei Monaten haben sich die meisten Tiere vollständig im neuen Heim eingelebt.

Wenn dieser Schritt gelingt, erweist sich die Adoption als überaus bereichernd. Für 54 Prozent der Halterinnen und Halter gehört es zu den erfüllendsten Momenten, zu beobachten, wie sich das Tier im neuen Umfeld entspannt, während 49 Prozent das Gefühl genießen, wenn das Haustier vollwertiger Teil der Familie wird.

Digitale Plattform und globale Initiativen für das Tierwohl

Mit der neuen Informationsplattform „Mars Adoption Hub“ stellt der Konzern fundierte Leitfäden zur Verfügung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen des Waltham Petcare Science Institutes basieren. Vittoria d’Auria, Market Director Austria & Switzerland bei Mars Pet Nutrition, unterstreicht, dass das Abholen eines Haustieres ein aufregender Meilenstein und kein verunsicherndes Erlebnis sein sollte. Ziel sei es daher, den Haltern von Tag eins an vertrauenswürdige Anleitungen an die Hand zu geben.

Ein Haustier nach Hause zu holen, sollte ein aufregender Meilenstein sein, kein verunsicherndes Erlebnis. Unsere Untersuchung zeigt deutlich, dass viele Menschen zwar das Herz haben, ein Tier aufzunehmen, sich aber oft fragen, ob sie über das nötige Know-how verfügen. Indem wir Familien vom ersten Tag an klare, vertrauenswürdige Anleitung geben, möchten wir Menschen bei den vielen Unsicherheiten rund um die Adoption unterstützen und ihnen dabei helfen, sich vollkommen sicher zu fühlen, wenn sie ein neues Haustier zu sich nach Hause holen.

Vittoria d’Auria, Market Director Austria & Switzerland bei Mars Pet Nutrition

Flankiert wird das digitale Angebot durch weltweite Initiativen wie das „Mars Global Adoption Weekend“, das in über 30 Ländern Aktionen zur Unterstützung von Tierheimen bündelt. Auch im Tierschutzhaus Vösendorf begleiten Fachleute Adoptionswillige mit ausführlichen Beratungsgesprächen. So werden junge Kätzchen bei Tierschutz Austria beispielsweise grundsätzlich nur paarweise oder zu einer bereits vorhandenen, gleichaltrigen Katze vermittelt, um eine artgerechte Haltung sicherzustellen.

Spendenaktion für das „Glückskatzenprojekt“ läuft bis Oktober

Zusätzlich engagiert sich Mars im Vorfeld des Welttierschutztages mit einer konkreten Hilfsaktion. Im Aktionszeitraum bis zum 11. Oktober 2026 löst der Kauf von Produkten der Marken WHISKAS® und PEDIGREE® eine Spende von 5 Euro an Tierschutz Austria und das dortige „Glückskatzenprojekt“ aus.

Konsumentinnen und Konsumenten können ihren Kassenbon online auf der Aktionsseite hochladen und nehmen damit gleichzeitig an einem Gewinnspiel für Händlergutscheine im Wert von 50 Euro teil. Die Aktion wird im Handel über eigens gestaltete Displays unterstützt, wobei sämtliche Spendenbeträge ohne Abzüge den Katzen im Tierschutzhaus Vösendorf zugutekommen.

NH