Ob bei spontanen Straßenumfragen in der Innenstadt, aufwendigen Event-Videodrehs oder modernen Creator-Produktionen: Bisher kämpften Postproduktions-Teams am Ende eines Drehtags regelmäßig mit Stapeln zerknitterter Einwilligungsformulare. Welcher Zettel dabei zu welchem Video-Clip gehört, lässt sich im Nachhinein oft nur schwer nachvollziehen. Mit diesem analogen Chaos macht die Wiener Agentur Büro für Interaktion nun Schluss und bringt das spezialisierte Software-as-a-Service-Tool (SaaS) ConsentFlow auf den Markt. Die digitale Plattform schließt eine Infrastruktur-Lücke direkt zwischen Kamera und rechtlicher Compliance.
Video ist das Leitmedium der nächsten Dekade – aber Rechte und Einwilligungen werden immer noch mit Klemmbrett und Kugelschreiber verwaltet. ConsentFlow baut die fehlende Infrastruktur-Schicht zwischen Kamera und Compliance.
Thomas Meyer, CEO ConsentFlow & Geschäftsführer Büro für Interaktion
QR-Code statt Klemmbrett: Rechtssicherheit direkt am Smartphone
Da Video unbestritten das Leitmedium des digitalen Marketings bleibt, führen Agenturen immer mehr Drehs durch. Folglich müssen immer mehr gefilmte Personen rechtssicher in eine Aufnahme einwilligen. Das traditionelle Vorgehen mit Papier und Stift erweist sich dabei nicht nur als extrem fehleranfällig und mühsam bei der Ablage. Unter den strengen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem geschützten Recht am eigenen Bild birgt die Zettelwirtschaft zudem finanzielle Risiken für Unternehmen.
ConsentFlow ersetzt diese analogen Formulare durch einen vollständig digitalen End-to-End-Prozess. Gefilmte Personen scannen am Set lediglich einen QR-Code mit dem eigenen Smartphone und erteilen ihre Einwilligung direkt digital. Für Produktionsteams garantiert das Verfahren schnelle, saubere und rechtlich belastbare Abläufe von der Aufzeichnung bis hin zur revisionssicheren Archivierung im Backoffice. Auch technisch setzt das System auf maximale Einfachheit am Drehort. Co-Founder Alexander Kuales betont, dass das Tool im Hintergrund komplexe Datenschutz- und Archivierungsprozesse abwickelt, während die Bedienung am Set vollkommen reibungslos verläuft. Die Anwendung läuft direkt im mobilen Browser und erfordert keinerlei Installationsaufwand.
Aus der Praxis für die Praxis: Spezialisiert auf Film- und Videoworkflows
Die Idee zur Plattform entstand direkt aus dem alltäglichen Agenturgeschäft des Büro für Interaktion. Aus der Notwendigkeit heraus, einen maßgeschneiderten Prozess für die Content-Produktion zu schaffen, bündelten die Gründer ihre Kräfte. Das Startup positioniert sich dabei als hochspezialisiertes B2B-Werkzeug für Film- und Videoworkflows im Studio, bei Events oder auf der Straße. Das Wiener Werkzeug steht ab sofort in einem flexiblen SaaS-Abo-Modell zur Verfügung. Es richtet sich gezielt an Agenturen, Filmproduktionen, Broadcaster sowie Inhouse-Marketingteams, die den bürokratischen Papierkram am Set endgültig hinter sich lassen möchten.
NH
