Fakten statt Vorbehalte: Das Ministerium informiert mit gebrandeten E-Taxis über E-Mobilität

Das Mobilitätsministerium informiert mit gebrandeten E-Taxis und dem Slogan „Keine E-ngste mehr!“ direkt im öffentlichen Raum zu E-Mobilität. Eine Erhebung zeigt, dass viele Österreicher:innen weiterhin Vorbehalte gegenüber der E-Mobilität haben, die teilweise auf fälschlichen Informationen basieren.


Mobilitätsminister Hanke setzt mit gebrandeten E-Taxis auf Information und Bewusstseinsbildung © BMIMI

Während sich der Wandel hin zur Elektromobilität auf Österreichs Straßen rasant vollzieht, bestehen in den Köpfen vieler Menschen nach wie vor hartnäckige Vorbehalte. Um bestehende Wissenslücken gezielt abzubauen und Mythen durch verlässliche Fakten zu ersetzen, bringt das Mobilitätsministerium die Information nun direkt in den öffentlichen Raum. Seit dem Sommer rollen in den drei Landeshauptstädten Wien, Linz und Graz insgesamt 15 auffällig gebrandete E-Taxis durch den Verkehr. Bis Anfang September machen die Fahrzeuge im Rahmen der Kampagne „Keine E-ngste mehr!“ auf die wichtigsten Entscheidungsfaktoren rund um das Laden, die laufenden Kosten und die Batterietechnologie aufmerksam.

E-Mobilität im Aufwind, aber Informationsbedarf bleibt hoch

Die Aktion begleitet einen beachtlichen Hochlauf auf heimischen Straßen. Mittlerweile sind bereits mehr als 300.000 rein batterieelektrische Personenkraftwagen in Österreich unterwegs. Zudem erreichte der Elektroanteil an den Neuzulassungen im Juli 2026 mit 27,4 Prozent einen neuen Höchststand, während das öffentliche Ladenetz parallel auf rund 40.000 Ladepunkte angewachsen ist.

Die Elektromobilität ist auf Österreichs Straßen längst Realität – jetzt wollen wir auch beim Bewusstsein der Menschen vorankommen. Unsere E-Taxis bringen die Botschaften von ‚Keine E-ngste mehr!‘ direkt zu den Verkehrsteilnehmenden. Denn die aktuellen Zahlen zeigen: Das Interesse an E-Autos ist groß, gleichzeitig bestehen noch viele Vorbehalte und Unsicherheiten. Mit Fakten und verständlicher Information wollen wir diese ausräumen und den Menschen eine fundierte Entscheidung hin zum E-PKW ermöglichen.

Peter Hanke, Mobilitätsminister

Trotz dieser dynamischen Entwicklung offenbart eine repräsentative Erhebung im Auftrag des Ministeriums deutliche Unsicherheiten in der Bevölkerung. Zwar bewerten 43 Prozent der Menschen E-Autos grundsätzlich positiv und 30 Prozent stehen ihnen neutral gegenüber, doch 28 Prozent äußern nach wie vor eine eher ablehnende Haltung. Unter Personen mit konkreter Kaufabsicht innerhalb der nächsten zwölf Monate ist die Zustimmung mit 64 Prozent hingegen besonders hoch.

Mythen-Check: Wo die Vorstellungen von der Realität abweichen

Die Studienergebnisse belegen eindrucksvoll, dass die Wahrnehmung vieler Konsumenten stark von den realen Gegebenheiten abweicht. Die Kampagne rückt deshalb die folgenden Kernthemen in den Fokus:

  • Reichweite: 65% der Befragten vermuten die durchschnittliche Reichweite von E-Autos unter 400 Kilometern. Tatsächlich lag der Realreichweitenwert der beliebtesten Modelle des Vorjahres bereits bei rund 400 Kilometern – aktuelle Fahrzeuge übertreffen diesen Wert noch weiter.
  • Ladeinfrastruktur: 59% schätzen das öffentliche Netz als unzureichend ausgebaut ein, obwohl österreichweit bereits knapp 40.000 öffentliche Ladepunkte bereitstehen.
  • Ladedauer: Fast 90% schätzen die benötigte Ladezeit deutlich zu lang ein. An modernen Schnellladepunkten reichen nach Expertenangaben rund 30 Minuten, um den Akku auf etwa 80 Prozent aufzuladen.
  • Betriebskosten: Lediglich 52% gehen davon aus, dass die laufenden Betriebskosten eines E-Autos günstiger sind als bei einem Verbrenner.

Verbrenner-Fahrer mit Vorbehalten

Interessanterweise beurteilen Personen mit persönlichem Zugang zu einem Elektrofahrzeug die Betriebskosten, die Ladeperformance sowie das öffentliche Ladenetz durchwegs positiver als Befragte, die ausschließlich Verbrenner fahren. Genau an dieser Schnittstelle setzen die gebrandeten Taxis an, um den Schritt hin zu einer fundierten Kaufentscheidung zu erleichtern.

NH