Tourismus weiterhin unersetzlicher Anker für Österreichs Wirtschaft

Der neue Tourismusbericht 2025 zeigt die immense Bedeutung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft für Österreich auf.


Tourismus als weiterhin bedeutender Erfolgsfaktor für Österreichs Wirtschaft © pexels

Der aktuelle Tourismusbericht der Wirtschaftskammer Österreich und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus beweist einmal mehr die elementare Bedeutung des Tourismus für österreichischen Wohlstand, Beschäftigung und Wertschöpfung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen bleibt die Branche ein zentraler Konjunkturmotor, doch gestiegene Kosten belasten die Betriebe.

Die Zahlen aus dem Bericht untermauern eindrucksvoll die Rolle des Tourismus als Fundament der österreichischen Wirtschaft. Mit einer direkten und indirekten Wertschöpfung von 68,2 Milliarden Euro steuert der Sektor 13,3 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Dabei entfallen 6,5 Prozent auf den Tourismus und 6,8 Prozent auf die Freizeitwirtschaft, womit sie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes gehören.

Die aktuellen Zahlen zeigen klar: Tourismus und Freizeitwirtschaft sind weit mehr als nur Nächtigungszahlen. Unsere Betriebe sichern Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand in Österreich.

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

Zentraler Jobmotor und regionale Wertschöpfung

Neben der reinen Wirtschaftskraft erweist sich die Branche als wesentlicher Beschäftigungsgarant. Allein der Tourismus sichert 7,1 Prozent aller Arbeitsplätze in Österreich. Gemeinsam mit der Freizeitwirtschaft, die weitere 6,9 Prozent beisteuert, zeichnet der Sektor für insgesamt 14 Prozent der Beschäftigung im Land verantwortlich.

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), hebt hervor, dass die Betriebe weit mehr als nur Nächtigungszahlen liefern: Sie sichern Arbeitsplätze sowie regionale Wertschöpfung und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand. Der Erfolg sei laut Kraus-Winkler kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis tagtäglicher Leistungen mit Qualität, Gastfreundschaft, Innovation und Engagement in allen Regionen Österreichs.

Hohe Kosten belasten die Betriebe

Trotz der erfreulichen Kennzahlen warnt die WKÖ-Obfrau vor verfrühtem Optimismus. Die guten Tourismuszahlen bedeuteten nicht automatisch auch höhere Erträge für Unternehmer:innen. Viele Betriebe stehen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen durch gestiegene Energie- und Personalkosten, überbordende Bürokratie, steigende Zinsen sowie die anhaltenden Auswirkungen der Inflation.

Da die Tourismus- und Freizeitwirtschaft maßgeblich dazu beiträgt, dass die Wertschöpfung in den Regionen bleibt sowie Lebensqualität und Perspektiven in Stadt und Land schafft, fordert Kraus-Winkler verlässliche Rahmenbedingungen. Um auch weiterhin erfolgreich zu wirtschaften, brauche die Branche zudem gezielte Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.

NH