Rekordhoch: Österreichs Fitnesswirtschaft boomt wie nie zuvor

Die Fitnesswirtschaft boomt in Österreich aktuell so richtig – 1,35 Millionen aktive Mitglieder in Fitnessstudios ist eine bisher unerreichte Rekordmarke. Ein neuer Lebensstil der jüngeren Generation spielt dabei eine große Rolle.


Die Fitnesswirtschaft in Österreich boomt - rund 1,35 Millionen Mitglieder in Österreich sind Rekord © pexels

Die Fitness- und Gesundheitsbranche im deutschsprachigen Raum eilt von einem Rekord zum nächsten. Mittlerweile trainieren in Österreich rund 1,35 Millionen Menschen in Fitnessstudios – so viele wie noch nie zuvor. Gleichzeitig wächst die Anzahl der Standorte kontinuierlich an, während die Betriebe erneut steigende Umsatzzahlen verzeichnen. Dies belegen die aktuellen Ergebnisse der wegweisenden Branchenstudie „Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2026“.

Der diesjährige Branchenüberblick unterstreicht die dynamische Entwicklung der österreichischen Fitnesswirtschaft: Mit 1,35 Millionen Mitgliedern – einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und einem Branchenumsatz von 697,9 Millionen Euro setzt sich der Wachstumskurs konsequent fort. Diese Entwicklung zeigt, dass Fitness längst ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und des modernen Lebensstils geworden ist.

Christian Hörl, Bundesbranchensprecher der österreichischen Fitnessbetriebe im Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

Österreich knackt historische Marken

Besonders dynamisch präsentiert sich die Entwicklung auf dem österreichischen Markt. Die heimische Fitnesswirtschaft setzt ihren konsequenten Wachstumskurs eindrucksvoll fort und verzeichnet aktuell 1,35 Millionen aktive Mitglieder. Das sind rund 15% der gesamten österreichischen Bevölkerung. Dies entspricht einem kräftigen Zuwachs von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hand in Hand mit dem Mitgliederboom klettern auch die Einnahmen der Betreiber auf ein neues Rekordniveau: Der Branchenumsatz in Österreich erreicht im Jahr 2026 beachtliche 697,9 Millionen Euro.

Christian Hörl, Bundesbranchensprecher der österreichischen Fitnessbetriebe im Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sieht in diesen Daten eine fundamentale gesellschaftliche Verschiebung. Das regelmäßige Training habe sich längst von einer bloßen Freizeitbeschäftigung zu einem unverzichtbaren Bestandteil der persönlichen Gesundheitsvorsorge und des modernen Lebensstils entwickelt. Gerade in einem derart dynamischen Marktumfeld seien fundierte Konsumenten- und Marktstudien unerlässlich. Nur so lasse sich die Branche länderübergreifend strategisch, gesellschaftlich sowie politisch gezielt weiterentwickeln.

Ganzheitlicher Lebensstil: Warum die Menschen in die Studios strömen

Doch was genau treibt diesen anhaltenden Boom an? Die Antwort der Studienautoren liegt in einem tiefgreifenden Wandel des Konsumverhaltens und der persönlichen Werte begründet. Vor allem die jüngeren Generationen verändern den Markt grundlegend: Sie betrachten körperliche Leistungsfähigkeit, mentale Gesundheit, das persönliche Wohlbefinden und das Thema Longevity (Gesund altern und Langlebigkeit) nicht mehr als getrennte Bereiche, sondern verbinden diese Aspekte zunehmend zu einem ganzheitlichen Lebensstil. Das Studio ist somit längst kein reiner Ort des Muskelaufbaus mehr, sondern ein Zentrum für ganzheitliche Gesundheit.

Ausdifferenzierung als Schlüssel zum Erfolg

Damit die Betriebe diesen veränderten Erwartungen gerecht werden können, fordert die Studie eine zunehmende Ausdifferenzierung des Angebots. Da die Menschen mit völlig unterschiedlichen Absichten und Motivationen mit dem Training beginnen, müssen die Studios hochspezifische Programme bereitstellen. Nur durch maßgeschneiderte Konzepte gelingt es, breite Bevölkerungsschichten dauerhaft für die Bewegung zu begeistern. Das Spektrum teilt sich dabei im Wesentlichen in drei große Säulen: Gesundheitsorientierte, trainings- und leistungsbezogene sowie lifestyleorientierte Angebote.

NH