SFU: Universität stellt Weichen für Weiterentwicklung

Neue Eigentümerstruktur stärkt die SFU als österreichische Gesundheitsuniversität.


v. l. n. r.: Kevin Lynch, Managing Director von Skilled Education mit Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz, Gründungsrektor der SFU
v. l. n. r.: Kevin Lynch, Managing Director von Skilled Education mit Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz, Gründungsrektor der SFU © Nick Rainer

Die Sigmund Freud Privatuniversität Wien (SFU) rüstet sich für eine weitere Entwicklungsphase. Das britische Investmenthaus Oakley Capital, spezialisiert auf Beteiligungen im Hochschul-, Bildungs- und Technologiesektor, investiert in Wien und übernimmt die Betriebsgesellschaft der SFU.

Das spannende Projekt wurde von einer Expertengruppe umgesetzt, welche unter der Leitung von Kevin Lynch stand.

Was ist an der SFU geplant?

Geplant sind nun ein weiterer Ausbau des Angebotes an Studien am Standort Wien sowie Kooperationen mit weiteren Hochschulen und Investitionen in Digitalisierung, Forschung und innovative Lehrformate. Diese Neuerungen sollen die bereits bestehenden akademischen Qualitäten der österreichischen Hochschule stärken und die Rolle im Gesundheits- und Hochschulsystem weiter ausbauen.

Die neue Eigentümerstruktur eröffnet der SFU zusätzliche Möglichkeiten für Internationalisierung, Digitalisierung und Weiterentwicklung. Diese werden wir zielgerichtet in jenen Bereichen nutzen, wo sie die Qualität der Universität stärken und unserem Auftrag als Gesundheitsuniversität dienen. Für mich als Rektor und auch für die neuen Eigentümer steht außer Frage: Die SFU bleibt weiterhin eine eigenständige österreichische Universität mit einem klaren akademischen und gesellschaftlichen Auftrag. Im Mittelpunkt stehen auch in Zukunft unsere Studierenden, Lehrenden, Forschenden, Mitarbeitenden und Partner sowie unsere Verantwortung in Lehre, Forschung und Versorgung.

Univ.-Prof. Dr. Johannes Pollak, Rektor der SFU

2005 gegründet, heute die größte Privatuni Österreichs

Die vor etwas mehr als 20 Jahren gegründete Universität ist heute die größte private Einrichtung ihrer Art im ganzen Land. Neben einer Fakultät für Medizin, Psychologie, Psychotherapiewissenschaften bietet sie auch ein Studium der Rechtswissenschaft an. Neben der Niederlassung in Wien ist die Universität an mehreren europäischen Standorten tätig.

Das Leitmotiv der österreichischen Institution lautet „lehren.forschen.versorgen.“ und verbindet damit die akademische Ausbildung, wissenschaftliche Forschung und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Verantwortung wird insbesondere durch eigene Ambulanzen und klinische Einrichtungen im Bereich psychischer Gesundheit sowie Zahnmedizin übernommen.

Übernahme der Betriebsgesellschaft der SFU

Bisher stand die Betriebsgesellschaft im Eigentum der Gründer:innen der Einrichtung: Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz, Univ.-Prof. Dr. Jutta Fiegl und Mag. Dr. Heinz Laubreuter. Zusammen haben sie die Universität 2005 gegründet. Das damalige Ziel war es, die Psychotherapie wissenschaftlich und akademisch breit zu verankern. Mit der neuen Eigentümerstruktur folgt nun der nächste Schritt, um die SFU auch über die Gründergeneration hinaus nachhaltig abzusichern.

Die SFU wurde von uns als engagierte Einzelpersonen mit der Vision gegründet, Forschung und Lehre auf höchstem Niveau zu ermöglichen und der Psychotherapie eine akademische Homebase in Wien, der Heimatstadt Sigmund Freuds, zu geben. Aus dieser Vision ist eine Universität entstanden, die heute für den Medizinstandort Wien, für Österreich und für viele Partner im Gesundheitswesen von großer Bedeutung ist. Mit den neuen Eigentümern kann diese Entwicklung institutionell fortgeschrieben werden. Besonders wichtig ist mir, dass die SFU ihren akademischen Auftrag, ihre Eigenständigkeit und ihre Verantwortung gegenüber Studierenden, Mitarbeitenden und Partnern weiterführt.

Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz, Gründungsrektor der SFU

Für die Hochschule stehen auch weiterhin Kontinuität, akademische Qualität sowie der erklärte gesellschaftliche Auftrag im Zentrum. Für die Student:innen, das Lehrpersonal, die Forschenden sowie für Mitarbeiter:innen und alle weiteren Partner:innen ergeben sich durch die neue Eigentümerstruktur keine Änderungen im Studien- oder Universitätsalltag. Die akademische Autonomie der Universität bleibt vollständig gewahrt.

Das neue Team bringt internationale Erfahrung mit

Oakley Capital hat sich seit 2002 auf die Wachstumsförderung von Bildungseinrichtungen und digitalen Lernplattformen fokussiert. Aktuell verfügen sie weltweit über acht Beteiligungen im Bildungssektor. Das „Skilled Education“-Team bringt in Partnerschaft mit Oakley umfassende praktische Erfahrung im Ausbau und Betrieb akademischer Einrichtungen ein und wird die SFU insbesondere bei der Internationalisierung und beim Einsatz von digitalen Lern- und Forschungsumgebungen unterstützen.

Die SFU ist eine anerkannte akademische Institution mit einer starken wissenschaftlichen Identität, einem klaren Profil als Gesundheitsuniversität und einer wichtigen Rolle in Wien und Österreich. Wir freuen uns über das Vertrauen der Gründer und sehen unsere Aufgabe darin, die SFU gemeinsam mit Oakley Capital in ihrer nächsten Entwicklungsphase zu unterstützen – gemeinsam mit dem Rektorat, den Fakultäten, den Mitarbeitenden und den bestehenden Partnern der Universität. Gemeinsam werden wir unsere internationale Erfahrung dort einbringen, wo sie der akademischen Qualität, der Forschung, der Lehre und den Studierenden der SFU zugutekommt. Die Eigenständigkeit der Universität und ihre akademische Verantwortung sind dabei zentrale Voraussetzungen für die erfolgreiche Weiterentwicklung.

Kevin Lynch, Managing Director von Skilled Education, der neuen Betriebs- und Eigentümergesellschaft der SFU (OCG Skilled Education Holding GmbH)

Die SFU verfügt über international einzigartige Wissenschafts- und Forschungsangebote, ein hervorragendes Ausbildungs- und Partnernetzwerk und eine besondere Verantwortung im Bereich der psychischen Gesundheit. Diese Stärken werden wir weiter ausbauen. Entscheidend ist, dass die SFU auch in Zukunft nach akademischen Qualitätskriterien geführt wird – mit klarem Blick auf Studierende, Forschung, Versorgung und gesellschaftliche Wirkung.

Johannes Pollak, Rektor der SFU

Das Closing der Transaktion wird in den kommenden Wochen erwartet. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragspartnern Stillschweigen vereinbart.

SZ