Die Notenvergabe ist für Lehrkräfte oft ein bürokratischer Drahtseilakt zwischen Transparenz und Rechtsunsicherheit. Das österreichische EdTech-Start-up Digidoo verspricht nun die Lösung: Eine digitale Plattform, die Kompetenzdokumentation und rechtssichere Notenvorschläge vereint. Damit setzt das junge Unternehmen neue Maßstäbe im DACH-Raum.
Wir sehen im gesamten DACH-Raum, wie groß der Bedarf an rechtssicheren, digitalen Lösungen für Schulen ist. Die Zahl der Schulen, die mit Digidoo arbeiten wollen, steigt rasant an. Im Fall der Notenempfehlung orientiert sich Digidoo an den geltenden rechtlichen Vorgaben und schafft damit eine transparente und fundierte Grundlage für die Leistungsbeurteilung. Die finale Notenfestlegung und deren rechtssichere Anwendung obliegt natürlich weiterhin der jeweiligen Lehrperson.
Moritz Hiebl, Geschäftsführer Digidoo
In den Lehrzimmern zwischen Wien, Berlin und Zürich ist das Problem wohlbekannt: Die Dokumentation von Schülerleistungen ist zeitfressend, oft fragmentiert und bei Elternabenden oder gar rechtlichen Anfechtungen schwer zu verteidigen. Was bisher in analogen Listen oder komplizierten Excel-Tabellen versank, wird nun digitalisiert. Das steirische Start-up Digidoo hat eine Erweiterung seiner Plattform präsentiert, die erstmals eine lückenlose, datenbasierte Leistungsbewertung ermöglicht.
Transparenz statt „Bauchgefühl“
Kern der neuen Funktion ist die Verbindung von laufender Beobachtung und offiziellen Kompetenzrastern. Lehrkräfte dokumentieren Lernfortschritte direkt im System, das daraus automatisch eine Notenempfehlung generiert. Dabei betont das Unternehmen, dass die pädagogische Hoheit gewahrt bleibt: Digidoo liefert die rechtssichere, auf den Lehrplänen basierende Grundlage – die finale Entscheidung über die Note trifft weiterhin der Mensch vor der Klasse. Das Ziel ist eine Objektivierung, die sowohl Lehrern als auch Schülern und Eltern zugutekommt.
Mit unserem neuen Kompetenzdokumentations-Tool lösen wir das Problem der Leistungsbeurteilung und bieten eine digitale Lösung für die Notengebung, die international einzigartig ist.
Gunther Marktl, Geschäftsführer Digidoo
Ein Siegeszug durch den DACH-Raum
Die Resonanz auf das seit Herbst 2025 aktive Tool ist enorm. Innerhalb weniger Monate haben sich bereits über 1.000 Schulen für die Plattform entschieden, rund die Hälfte davon in Deutschland. Mit mehr als 2.000 aktiven Lehrpersonen und über einer Million dokumentierten Einträgen hat sich Digidoo blitzschnell als Marktführer etabliert.
Aus der Praxis für die Praxis
Ein entscheidender Faktor für die hohe Akzeptanz ist die Benutzerfreundlichkeit. Digidoo wurde nicht im Elfenbeinturm, sondern in Zusammenarbeit mit der Pädagogin Jesica Rittstieg entwickelt. Der Effekt in der Praxis ist messbar: Laut Unternehmen sparen Lehrkräfte bis zu 70 Prozent der Zeit, die bisher für administrative Aufzeichnungen aufgewendet wurde. Die Plattform ist so konzipiert, dass sie ohne technisches Vorwissen sofort einsatzbereit ist – ein entscheidender Vorteil im oft heterogenen digitalen Umfeld von Schulen.
Pro Elternbericht habe ich im Schnitt rund eine Stunde gebraucht. Mit Digidoo geht das jetzt auf Knopfdruck – alle Informationen sind laufend dokumentiert und sofort abrufbar. Das spart viel Zeit und schafft gleichzeitig mehr Sicherheit in der Beurteilung.
Jesica Rittstieg, Pädagogin und Mitentwicklerin.
Die Zukunft: Individuelle Förderung durch KI und mobile App
Hinter Digidoo steht geballte Expertise aus der Gründerszene. Mit Wolfgang Bartelme (siebenfacher Apple Design Award Gewinner) und Gunther Marktl (iTranslate, StepsApp) verfügt das Start-up über jahrzehntelange Erfahrung in der App-Entwicklung. Die Weiterentwicklungspläne der steirischen Start-ups sind ambitioniert, man will zukünftig mittels künstlicher Intelligenz und Analyse von schulischen Daten individuelle Fördermaßnahmen für Schüler konzipieren. Zudem befindet sich eine App für den mobilen Einsatz im Klassenzimmer in intensiver Entwicklung. Das grundlegende Ziel dieser Idee ist der Aufbau eines Systems, der aktiv dabei hilft, jedes Kind dort abzuholen, wo es in seiner/ihrer Entwicklung gerade steht.
NH
