Wie in den letzten Jahren sind auch heuer die Reiseabsichten wieder groß. Das Urlaubsbarometer von Europ Assistance zeigt jedes Jahr die aktuellen Reisetrends.
Weltweit planen acht von zehn Befragten eine Urlaubsreise im heurigen Jahr. In Österreich bezeichnen sich ebenso 80 Prozent als reisebegeistert und 43 gar als „sehr reisebegeistert“. Besonders wichtig ist die aktuelle sicherheitspolitische Lage sowie steigende Kosten im Alltag, das schlägt sich auch in der Urlaubsplanung nieder. Trotzdem ist der Urlaub für viele ein Fixpunkt.
Urlaubsbarometer: Das sind die Trends
Sicherheit ist heuer einer der wichtigsten Aspekte, wenn eine Reise geplant wird. Kriege und bewaffnete Konflikte dämpfen die Reiselust. Die befragten Europäer:innen geben zu fast einem Drittel (30 %) an, dass der Sicherheitsfaktor ein wichtiger Grund für die Wahl ihres Reiseziels ist.
Folgende Länder kommen aus sicherheitstechnischen Gründen für Österreicher:innen nicht in Frage als Urlaubsziel:
- Afghanistan (18 %)
- Iran (16 %)
- die USA (14 %)
- Israel (14 %)
- Russland (9 %)
- Vereinigte Arabische Emirate (6 %)
Auch Asien ist als Reiseziel unbeliebter geworden. Der Grund dafür ist, dass internationale Flugdrehkreuze im Nahen Osten von den Konflikten betroffen sind.
Auch im vergangenen Jahr konnte dieser Trend festgestellt werden: Krisenherde dominieren die Reiseentscheidungen der Österreicher:innen. 2025 wurden etwa Länder wie Russland, die Ukraine und Israel gemieden.
Was sind 2026 die beliebtesten Reiseziele?
Mehr als ein Drittel der Österreicher:innen (36 %) planen einen Urlaub im Inland. Bei jenen Urlauber:innen, die ins Ausland reisen, sind Länder am Mittelmeer am beliebtesten:
- Italien (23 %)
- Kroatien (15 %)
- Griechenland (12 %)
Was beeinflusst die Urlaubsentscheidung?
Wie das Urlaubsbarometer von Europ Assistance zeigt, sind es einige wenige Faktoren, die die Wahl des Reiseziels beeinflussen: Bereits dort gewesen zu sein, das Wetter sowie die örtliche Sicherheit sind hier am wichtigsten.
Künstliche Intelligenz statt Reisebüro?
Künstliche Intelligenz (KI) macht auch vor der Reiseindustrie keinen Halt und so wird KI bereits von 27 Prozent der Österreicher:innen für die Reiseplanung genutzt. Vor allem zu Recherchezwecken für Aktivitäten oder Routen wird das Tool gerne genutzt. Vollständige Automatisierung bei der Reiseplanung ist hingegen noch nicht angekommen: Nur etwa zehn Prozent der Befragten würden ihren Urlaub komplett autonom planen lassen.
In Indien hingegen haben bereits 69 Prozent der Befragten KI für die Planung von Reisen eingesetzt, in den Vereinigten Arabischen Emiraten 60 Prozent, in Malaysia und Saudi Arabien 54 Prozent.
Wie grün wird verreist?
Das Thema Nachhaltigkeit wurde im Zuge der Umfrage ebenfalls abgefragt. Obwohl dies grundsätzlich als wichtiges Thema wahrgenommen wird, sind Kosten- und Sicherheitsfragen relevanter und häufiger entscheidend.
Dies schlägt sich auch bei der Wahl der Verkehrsmittel nieder: Die Hälfte setzt auf das Flugzeug, 46 Prozent auf das eigene Auto und nur ein Fünftel (20 %) auf die Bahn (Hinweis: Mehrfachnennung möglich).
Reiseversicherung boomt in Österreich
Österreicher:innen reisen gern, möchten aber das Risiko minimieren. Dies tun sie unter anderem durch den Abschluss von Reiseversicherungen. Besonderer Augenmerk wird hier auf den Verlust von persönlichen Gegenständen, Unfälle oder Pannen und Krankheitsfälle gelegt.
Zur Umfrage
Die Daten für das Urlaubsbarometer von Europ Assistance wurden im Zuge einer Online-Erhebung im Zeitraum von 27. Februar bis 7. April 2026 erhoben. Dafür wurden 11.001 Personen in Europa befragt sowie 15.000 Personen außerhalb Europas. Die Stichprobe wurde nach dem Quotenverfahren zusammengestellt (Geschlecht, Alter und Beruf der Haupterwerbsperson bei vorheriger Unterteilung nach Region und Größe des Wohnorts).
SZ
