Concordia-Ball 2024: Das Fest für den freien Journalismus 

Am 24. Mai erstrahlte das Wiener Rathaus in hellem Glanz. Der traditionelle Sommerball des Presseclub Concordia wurde bereits zum 124. Mal gefeiert. Im heurigen Jahr setzte dieser ein Zeichen für die Pressefreiheit, die Meinungsvielfalt und den Journalismus.


Zu sehen ist das Jungdamen- und Jungherren-Komitee des Concordia-Balles 2024.
Der Ball wurde feierlich eröffnet mit Johann Strauß (Sohn) "Morgenblätter-Walzer". © Concordia Ball/APA-Fotoservice/Hörmandinger / Fotograf/in: Martin Hörmandinger

Concordia-Ball: Tradition ist gelebte Innovation

Die Eröffnung des Balles verknüpfte die reiche Geschichte der Presseclubs mit aktuellen Themen. So wurde der 1864 beim Concordia-Ball uraufgeführte „Morgenblätter-Walzer“ von Johannes Strauß (Sohn) mit einer Darbietung der Jungdamen und Jungherren des Komitees eingeleitet. Auch die Ballspenden des Concordia-Balles sind seit jeher Werke zeitgenössischer Künstler:innen und kommentieren das aktuelle Zeitgeschehen, – so manches wurde gar zum Sammlerstück. Im heurigen Jahr war der Künstler und Karikaturist Gerhard Haderer für die Gestaltung der Spenden verantwortlich.

Presseclub Concordia: Hochwertiger und unabhängiger Journalismus

Der Presseclub Concordia wurde 1859 gegründet und engagiert sich für eine qualitätsvolle Berichterstattung. Einst wie heute setzt man sich für Presse- und Meinungsfreiheit ein, auch wenn sich die Rahmenbedingungen, etwa durch die Digitalisierung, geändert haben. Neben der unermüdlichen Arbeit des Presseclubs für den unabhängigen Journalismus, wird auch an der Weiterentwicklung des Berufsstandes gearbeitet. 

Neben den Tätigkeiten des Vereins ist die aktive Rolle als Trägerorganisation des Österreichischen Presserates ein wichtiges Anliegen. Jener Rat ist eine moderne Selbstregulierungseinrichtung im Pressebereich, welche für die Qualitätssicherung sowie der Sicherung der Pressefreiheit dient.

Medienpolitische Position des Clubs

Der Presseclub Concordia setzt sich bereits seit 1859 für unabhängige Berichterstattung ein. Journalismus ist ein wichtiger Beitrag zu einer politischen Öffentlichkeit und einem faktenbasierten Diskurs. Zu den wichtigsten medienpolitischen Positionen des Clubs zählen die Journalismusförderung, der Schutz sowie die Sicherheit von Journalist:innen, die Informationseinheit und der Zugang von Journalist:innen zu Informationen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sowie die Stellungnahme zum „Bundesgesetz über Sorgfalt und Verantwortung im Netz“. 

Mit den Einnahmen des diesjährigen Concordia-Balls wird der „Rechtsdienst Journalismus“ unterstützt. Dieses Programm unterstützt Journalist:innen mit rechtlichem Know-how zur Stärkung der freien Berichterstattung. Der 124. Concordia-Ball stand also ganz im Zeichen der Arbeit des Presseclubs.