Saferinternet.at präsentierte heute die neuen Zahlen zum Jugend-Internet-Monitor 2026. Erstaunlich hierbei ist, dass Künstliche Intelligenz (KI) mehr genutzt wird, als die soziale Medien.
11. Jugend-Internet-Monitor
Bereits zum elften Mal wurde in einer repräsentativen Studie erhoben, wie sich die Social-Media-Gewohnheiten der heimischen Jugend entwickeln. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Top-6-Plattformen dieselben geblieben. Auffällig ist, dass die Social-Media-Netzwerke an Bedeutung verlieren, während KI-Chatbots für Jugendliche immer wichtiger werden .
WhatsApp bleibt die beliebteste Plattform
Die Messenger-App bleibt mit 82 Prozent Nutzung die Nummer eins unter den sozialen Netzwerken. Auf Platz zwei folgt YouTube mit einer Nutzung von 76 Prozent. Auf Platz drei findet sich Snapchat (65 % Nutzung), knapp gefolgt von Instagram (64 %) und TikTok (64 %).
Großer Verlierer scheint die Fotoplattform BeReal zu sein: 2024 nutzen diese noch etwa ein Drittel der Befragten, heute nur noch etwa sieben Prozent.
Geschlechterspezifische Unterschiede sind kaum noch auszumachen, wenn es um die Nutzung der Medien geht. Bei TikTok und YouTube dominiert die Nutzung der Jungs minimal, während die Nutzung von Snapchat, Instagram und WhatsApp gleich ist.
Kurzvideos dominieren
Früher wurden soziale Medien vorwiegend genutzt, um über das eigene Umfeld informiert zu bleiben bzw. sich mit seinen Freund:innen auszutauschen. Heute hat sich dies gewandelt: Endloses Scrollen durch Kurzvideos dominiert die Plattformen. Dabei wird der Inhalt passiv konsumiert und Nutzer:innen lassen sich berieseln.
ChatGPT löst Social Media ab?
Die Nutzung von KI-Chatbots ist bei den Befragten schon fest verankert. Der Jugend-Internet-Monitor zeigt, dass bereits 94 Prozent der Jugendlichen solche Chatbots nutzen, während die Nutzung etablierter sozialer Medien zurückgeht.
Zusätzlich zu KI-Chatbots und Social Media stehen Jugendlichen Streamingdienste zur Verfügung, was insgesamt zu einem Gefühl der (Über-)Sättigung führt. Besonders störend beim Medienkonsum werden werbende Inhalte empfunden, sowie die sich stark ähnelnden Inhalte auf verschiedenen Plattformen. Auch Hass im Netz belastet die jungen Befragten.
Die detaillierten Ergebnisse können Sie hier nachlesen.
SZ
