Technologie ist für Investor:innen weltweit weiterhin das attraktivste Anlagefeld. Das zeigt die aktuelle Global Investor Survey 2025 von PwC, für die 1.074 Investmentfachleute aus 26 Ländern und Regionen befragt wurden. 61 Prozent der Teilnehmer:innen sehen im Technologiesektor die größten Chancen in den kommenden drei Jahren – mit deutlichem Abstand vor Asset- und Wealth-Management (25 Prozent) sowie Energie- und Versorgungsunternehmen (24 Prozent). An der Erhebung beteiligten sich unter anderem Vertreter:innen von Investmenthäusern, Banken, Private-Equity- und Venture-Capital-Gesellschaften sowie Pensions- und Staatsfonds.
„Die Botschaft der Investor:innen ist klar: Technologische Transformation bleibt die Autobahn für Wachstum, Resilienz und Transparenz sind die Leitplanken. Investor:innen belohnen Unternehmen, die Innovation verantwortungsvoll skalieren können, mit klarer Governance, messbaren Ergebnissen und glaubwürdigen Plänen, Technologie in nachhaltigen Wert zu verwandeln“.
Dr. Rudolf Krickl, CEO, PwC Österreich.
Technologie als ausschlaggebender Wettbewerbsfaktor
Für Investor:innen ist technologische Entwicklung längst kein Zusatzthema mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Viele sehen in Künstlicher Intelligenz (KI) konkrete Vorteile – etwa durch effizientere Abläufe, bessere Ergebnisse und neue Umsatzchancen – und wollen ihr Engagement in entsprechend ausgerichteten Unternehmen ausbauen. Gleichzeitig wächst der Anspruch an Transparenz: Unternehmen sollen klar darlegen, wie ihre KI-Strategie aussieht, wie sie gesteuert wird und welchen messbaren Beitrag sie langfristig zum Geschäftserfolg leistet.
Wirtschaftlicher Ausblick bleibt verhalten
Trotz des klaren Technologie-Fokus bleiben die gesamtwirtschaftlichen Erwartungen zurückhaltend. Nur 28 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sich das globale Wirtschaftswachstum 2026 spürbar verbessern wird. Regional sehen 76 Prozent die größten Investitionschancen im asiatisch-pazifischen Raum, gefolgt von Nordamerika (71 %) und Europa (55 %). Die Zurückhaltung speist sich aus einer Reihe wahrgenommener Risiken: 55 Prozent nennen Cyberbedrohungen als hohes oder sehr hohes Risiko für ihre Portfolios, 53 Prozent befürchten technologische Disruptionen. Hinzu kommen Inflation, makroökonomische Volatilität und geopolitische Konflikte.
Transparenz als zukünftiger Erfolgsfaktor
Investor:innen sind bereit, verstärkt in Technologie und insbesondere in KI zu investieren. Voraussetzung ist jedoch, dass Unternehmen ihre Strategien offenlegen und den wirtschaftlichen Nutzen ihrer Initiativen nachvollziehbar machen. Zukünftig entscheidet somit nicht nur Innovationskraft über den Zugang zu Kapital, sondern auch Transparenz.
NH
